Am zuverlässigsten lässt sich die Ringgröße direkt am Finger bestimmen. Ein gut passender Ring gleitet mit leichtem Widerstand über den Fingerknöchel und sitzt anschließend bequem, ohne sich von selbst zu lösen.
In Deutschland entspricht die Ringgröße meist dem Innenumfang des Rings in Millimetern. Größe 54 bedeutet also einen Innenumfang von 54 Millimetern.
Kurz beantwortet
- Sind beide Ringfinger gleich groß?
Nein. Die Ringgröße kann sich von Hand zu Hand unterscheiden. - Kann ich die Ringgröße aus Schuhgröße oder Körpergröße ableiten?
Nein. Solche Schätzungen sind nicht zuverlässig. - Was mache ich, wenn ich zwischen zwei Größen liege?
Dann sollten Ringbreite, Innenprofil und Fingerform gemeinsam betrachtet werden. Eine pauschale Entscheidung für die größere oder kleinere Größe ist nicht immer sinnvoll.
Warum verändert sich die Ringgröße?
Finger haben nicht zu jeder Zeit denselben Umfang. Sie können anschwellen oder schmaler werden – zum Beispiel durch:
- Wärme oder Kälte
- Sport und körperliche Belastung
- die Tageszeit
- Flüssigkeitseinlagerungen
- körperliche Veränderungen
Deshalb sollte die Messung weder mit sehr kalten Händen noch direkt nach dem Sport erfolgen. Bei Unsicherheit kann es sinnvoll sein, an zwei unterschiedlichen Zeitpunkten zu messen.
Mit einem vorhandenen Ring messen
Besitzen Sie bereits einen gut passenden Ring, kann dessen Innendurchmesser bestimmt werden. Wichtig ist, dass er:
- am vorgesehenen Finger getragen wird
- wirklich angenehm sitzt
- nicht verbogen ist
- eine ähnliche Breite wie der neue Ring besitzt
Ein Ring vom anderen Ringfinger liefert nicht immer die richtige Größe. Selbst an derselben Person können sich beide Hände deutlich unterscheiden.
Direkt am Finger messen
Für eine genaue Bestimmung werden spezielle Messringe verwendet. So lassen sich mehrere Größen unmittelbar vergleichen.
Dabei wird geprüft:
- Passt der Ring über den Fingerknöchel?
- Sitzt er sicher an der Fingerbasis?
- Lässt er sich ohne Schmerzen wieder abziehen?
- Dreht er sich ständig oder rutscht er?
Besonders bei ausgeprägten Fingerknöcheln reicht die reine Umfangsmessung häufig nicht aus. Entscheidend ist dann der tatsächliche Sitz.
Macht die Breite des Rings einen Unterschied?
Ja. Breite Ringe liegen mit mehr Fläche am Finger an und fühlen sich dadurch oft enger an als schmale Modelle.
Auch das Innenprofil spielt eine Rolle. Ein innen abgerundeter Ring kann sich anders tragen als ein flach gearbeitetes Modell. Die Größe sollte deshalb möglichst mit einem Ring gemessen werden, der dem späteren Modell ähnelt.
Wie zuverlässig sind Papierstreifen und Schnüre?
Papierstreifen, Maßbänder oder Schnüre können eine erste Orientierung geben. Für die endgültige Bestellung eines hochwertigen Rings sind sie jedoch oft zu ungenau.
Schon ein etwas zu straffes Ziehen oder ein schräg angelegter Streifen kann das Ergebnis verändern. Auch die Breite und Innenform des späteren Rings werden dabei nicht berücksichtigt.
Und wenn der Ring eine Überraschung sein soll?
Für einen Verlobungsring kann ein gut passender Ring der betreffenden Person als Vorlage dienen. Er sollte möglichst am richtigen Finger und an derselben Hand getragen werden.
Ist die Größe trotzdem unsicher, sollte bereits bei der Auswahl geklärt werden, ob und in welchem Umfang das gewünschte Ringmodell später angepasst werden kann.
Ringgröße zuverlässig bestimmen
Schon wenige Millimeter entscheiden darüber, ob ein Ring sicher und angenehm sitzt. Bei einer persönlichen Messung können Größe, Ringbreite und Tragegefühl direkt miteinander abgestimmt werden.