Als einfache Grundregel gilt: Legen Sie Schmuck ab, sobald Wasser, Chemikalien, Druck, Stöße oder die Gefahr des Hängenbleibens ins Spiel kommen.
Ein kurzer Kontakt verursacht nicht automatisch einen Schaden. Dauerhaftes Tragen kann jedoch Oberflächen, Fassungen, Verschlüsse und empfindliche Materialien belasten.
Kurz beantwortet
- Muss ich meinen Ehering nachts ablegen?
Nicht zwingend. Bei einem schlichten, gut sitzenden Ring ist das eine persönliche Entscheidung. Bei Druckstellen oder Schwellungen sollte er abgenommen werden. - Kann ich mit einem Goldring duschen?
Massives Gold verträgt kurzen Wasserkontakt meist gut. Seifenreste, empfindliche Steine und die Gefahr des Abrutschens sprechen trotzdem dafür, ihn abzulegen. - Was ist mit wasserdichten Uhren?
Hier entscheidet die angegebene und aktuell geprüfte Wasserdichtigkeit. Nicht jede Uhr mit einer ATM-Angabe eignet sich automatisch zum Schwimmen.
Sollte Schmuck beim Duschen abgelegt werden?
Besser ja. Wasser allein schadet einem massiven Gold- oder Platinschmuckstück meist nicht. Shampoo, Seife und Pflegeprodukte können jedoch Rückstände hinterlassen und den Glanz mindern.
Besonders empfindlich reagieren:
- Perlen und poröse Edelsteine
- vergoldeter oder beschichteter Schmuck
- geklebte Steine
- Perlketten und andere gefädelte Schmuckstücke
- feine Ketten und empfindliche Verschlüsse
Außerdem können Ringe und Ohrringe auf nasser Haut leichter abrutschen.
Kann ich mit Schmuck schlafen?
Schlichte, angenehm sitzende Ringe werden häufig auch nachts getragen. Filigrane oder steinbesetzte Schmuckstücke sollten dagegen besser abgelegt werden.
Beim Schlafen können:
- Ketten verknoten oder reißen
- Ohrringe an Textilien hängen bleiben
- Fassungen und Krappen belastet werden
- empfindliche Steine aneinanderreiben
- Ringe bei geschwollenen Fingern drücken
Besonders größere Creolen, lange Ketten und hoch gefasste Ringe gehören vor dem Schlafengehen an einen sicheren Platz.
Darf Schmuck mit ins Schwimmbad?
Schmuck sollte vor dem Schwimmen abgelegt werden. Chlor kann Bestandteile von Goldlegierungen, Lötstellen und Oberflächen angreifen.
Hinzu kommt die Gefahr, dass ein Ring im Wasser unbemerkt vom Finger rutscht. Auch feine Ketten und Verschlüsse können beim Schwimmen belastet werden.
Und im Meer?
Auch im Meer sollte Schmuck besser an Land bleiben. Kaltes Wasser kann dazu führen, dass die Finger schmaler werden und ein Ring leichter abrutscht.
Salz, Sand und Sonnencreme hinterlassen außerdem Rückstände. Ein verlorener Ring lässt sich im Meer nur selten wiederfinden.
Beim Sport besser ohne Ring
Beim Krafttraining, bei Ballsportarten und bei körperlicher Arbeit können Ringe gequetscht, verbogen oder stark zerkratzt werden. Gleichzeitig besteht ein Verletzungsrisiko für den Finger.
Schmuck sollte deshalb abgelegt werden bei:
- Kraft- und Kontaktsport
- Gartenarbeit
- handwerklichen Tätigkeiten
- schwerem Tragen
- Arbeiten mit Maschinen
- intensiver Hausarbeit
Schweiß allein ist meist nicht das größte Problem. Entscheidend sind Druck, Reibung und mögliche Stöße.
Vorsicht bei Kosmetik und Reinigungsmitteln
Parfüm, Haarspray, Cremes und Sonnenmilch können sich auf Schmuck und Steinen ablagern. Haushaltsreiniger und Chlorprodukte können Materialien zusätzlich angreifen.
Eine hilfreiche Reihenfolge lautet:
Schmuck morgens zuletzt anlegen und abends zuerst ablegen.
So kommt er mit möglichst wenigen Pflegeprodukten in Kontakt.
Schmuck sicher ablegen
Legen Sie Schmuck nicht lose an den Waschbeckenrand oder in die Sporttasche. Sinnvoller ist ein fester Aufbewahrungsplatz mit weicher Unterlage.
Für unterwegs eignet sich ein kleines Schmucktäschchen oder Etui. So werden Ketten, Ringe und Ohrringe nicht gemeinsam mit Schlüsseln oder anderen harten Gegenständen aufbewahrt.
Schmuck regelmäßig prüfen lassen
Wer ein Schmuckstück täglich trägt, sollte Fassungen, Verschlüsse und Oberflächen gelegentlich kontrollieren lassen. So lassen sich Abnutzung und gelockerte Steine erkennen, bevor etwas verloren geht.